2012-09-13

Das Gemüt eines Holzpferdchens...


Merkmale eines Schaukelpferdes (Bin für weitere Vorschläge offen!): 
Furchtlos
Ruhig
Sanft
Es läuft nicht weg, egal was man macht....

Merkmale UNSERER Luso-Araberin:
Furchtlos 
Ruhig
Sanft
Läuft nicht, egal was man macht...

Eine Stute zum Liebhaben! Dunja sollte nur noch den Sinn eines Pferdelebens verstehen: Laufen! 
Ich freue mich schon, wenn es einmal soweit ist!
Es gibt wieder so einige "Baustellen", aber bis jetzt haben wir noch alles geschafft. Diesmal ist es ein bisschen anders: Sie wurde lange am Halfter angepflockt gehalten und ist daher völlig taub am Kopf. Ihre Nase hat sogar eine Kerbe vom Halfter. Bis sie wirklich gut geritten ist, kann ich sie NICHT gebisslos reiten... Aber das wird schon!


2012-08-13

Eilige Heimreise















Es war so schön unsere Isabel fast direkt vor der Tür zu haben, alle paar Tage einfach mal eine Runde drehen - so auf die schnelle...







Aber nun wurde es wohl auch wieder Zeit, dass unser Herdentier zu seiner Herde kommt. Isabel wusste genau, wohin es geht und war kaum zu bremsen. Es macht so sehr Spass, zu sehen, wie gerne sie läuft und vor allem, zieht.

2012-07-20

Das war Bestimmung

Fast 2 Jahre Ratlosigkeit, Zweifel. Ein Auf und Ab der Gefühle. Wir haben dieses kleine Eselchen aufgenommen und unserer Fantasie freien Lauf gelassen. Wir haben gesehen, dass eine wunderschöne Stute in ihr schlummert. Dann kam ihre Behinderung zu Vorschein und wir haben gehofft, wir könnten irgendetwas für sie tun. Sie streckte und formte sich. Sie lernte laufen. Sie entdeckte ihre Lebenslust. Sie wurde grösser, schöner und sie wuchs uns ans Herz. Nur leider war das nicht der Plan, den wir für sie hatten: ein ruhiges, nettes Ponychen für die Kinder. Durch ihre erwachten Lebensgeister, ihre Klugheit und ihren Lerntrieb stellte sie sich nicht als das geeignetste Kinderpony heraus... Vor allem wuchs sie immer weiter, sie wurde länger, höher, eleganter. Mit einem grossen Reiter begann sie zu lahmen, einen kleinen Reiter überforderte sie. Was sollten wir tut mit einem 5jährigen Pferd, dass man aus gesundheitlichen Gründen nicht reiten konnte...??!!

Wir haben da so Bekannte.... 
Wir haben so eine Idee, dass wir gern ein Kutschpferd hätten.... 
Wir haben da so ein Pferd über....

Der Entschluss war schnell gefasst: Sie liebt Trab, sie Wird nicht müde, sie kann keine Gewichte auf dem Rücken tragen... LASS ES UNS VERSUCHEN!
Ihr Trainer Manny: Ein Pferd, dass zum Ziehen geboren wurde. Es war so schön mit ihr zu arbeiten, das ist selten.
Endlich hat sie ihren Platz gefunden. Etwas, dass ihr Freude macht. Nach zwei Jahren Achterbahn, nach zwei Wochen Kutschschule. 
Jetzt wünschen wir uns "nur noch" eine schöne Kutsche... 

Sie hat nach 3 Stunden Dauertrab vor der Kutsche - bergauf, bergab - nicht einmal geschwitzt!

Ein paar Tage später in neuem Design:



2012-07-05

Diagnose: Massenmord

Ihr bleibt einfach nichts erspart... Robin ist dürr, ausgemergelt, frisst uns die Haare vom Kopf, Gelenk- und Knochenprobleme, schmeisst ihr Winterfell nicht mehr vollständig ab und nach zwei harten Wintern (für sie), hatten wir "Erlösungsgedanken".
Ihr "Zahnarzt" hatte eine starke Vermutung und die hat sich nun bestätigt: Zeckenfieber! und natürlich die agressivste Variante... ohne Worte.
Heute wurde sie nun das erste mal gespritzt, morgen die zweite Injektion, in ein paar Tagen die dritte Dosis. Nach ein paar Wochen sollte sie sich schon erholt haben und in drei Monaten kommt die zweite Behandlungssequenz.
Wir warten und hoffen!

2012-06-27

Warum sind die schönen Dinge so selten?

Irgendwann wacht man auf und bereut die Felher des Lebens. Ich persönlich bereute nicht, was ich getan habe, sondern das, was ich nicht getan habe...
Ich bereue unter anderem, dass wir uns Tage wie diesen nicht öfter gönnen :)


Es kommen noch ein paar schöne Bilder - versprochen!

2012-05-22

Zahnarzt XXL

Hier der eindeutige Beweis: Mundgeruch kommt nicht vom Schweinefleisch oder sonst irgendwelchen verteufelten Nahrungsmitteln mit künstlichen Zusätzen. Unser - nennen wir sie einmal: Gerüst, ernährt sich ausschliesslich von "eigener Ernte" und gesundem Müsli und doch zog sich der Zahnarzt Handschuhe über, da er nach eigenen Angaben noch nie einen so widerlichen Geruch im Maul eines Pferdes ertragen musste. Ein Geruch, der wohl auch nach vielen Handwäschen an einem haften bleiben würde. Und wie könnte es auch anders sein, ihr kennt uns ja nun schon ein bisschen, der Geruch war nicht das einzige, was dem erfahrenen Pferdedoktor eine Premiere war. So zum Beispiel brauchte unser gutes, altes Fliegengewicht eine Betäubung, welche wohl nur haarscharf an einer Vollnarkose vorbei ging, damit der Doktor handwerkeln konnte. Selbst so stark sediert wehrte sie sich mit allen Kräften gegen die so nötige Hilfe. Auch der Zustand der Zähne war für Doc Luis eine unerfreuliche Überaschung. Wir liessen vor einer Weile bereits die Zähne schleifen und gingen davon aus, dass dies vernünftig durchgeführt wurde - der Doc Luis belehrte uns eines besseren. Die nachweislich 20jährige (Robinclu) ist laut Zahnbild wesentlich älter... und irgendwie kommt alles zusammen..
Die freudige Nachricht ist folgende: Alles wird gut! Dem Zustand der Zähne zufolge, konnte Robin gar nicht richtig fressen. Sie hat unter Schmerzen so viel wie eben möglich hinuntergeschlungen, weil schlecht gekaut und dementsprechend kein Gewicht aufbauen können. Wenn nicht irgendeine Erkrankung aus dem Blutbild erkennbar wird, kann Robin vielleicht sogar  wieder geritten werden, denn von Athrose oder Rheuma war heute in den Augen des Arztes nicht so viel zu sehen... Das ist doch mal erfreulich!


2012-04-04

Scheiden tut weh...


Abenteuer Reiten! Ein Abenteuer Ritt nach dem anderen. Einer aufregender, als der Nächste. Immer und immer wieder etwas neues. Stets das Kribbeln des Ungewissen, Adrenalin... Mein Reiterleben, mein Ziel... Nur eine Sache ist selbst mir zu aufregend: wenn ich die Verantwortung für Kinder habe! Und Isabel hat es eindeutig herausgefordert. Ich habe damals den Fehler begangen, El Ninho nicht kastrieren zu lassen, weil ich dachte, wenn ich mit ihm arbeite bekomme ich ihn wieder hin. Damals war es mein grösster Fehler, nicht einzugestehen, dass ich mit kleinen Kindern und einer Arbeit vielleicht nicht die Zeit dafür habe. Und das Ergebnis war der Verlust meines geliebten Karamo. Heute geht es aber nicht um ein anderes Pferd, es geht um Kinder! Und so sehr ich Isabel mag, so sehr sie auch meinem Pferdetyp entspricht, so ist sie doch für mich zu klein - ehrlich gesagt, bin ich zu schwer. Isabel ist für die Kinder gekauft worden. Offensichtlich ist sie jedoch zu hibbelich, um diese Aufgabe zu erfüllen. Mal Ponyreiten auf der Koppel - wunderbar, aber auf einem Ritt... Bedauerlicherweise muss ich mir diesesmal eingestehen, dass ich nicht die Zeit habe, sie oft genug zu arbeiten, sie auszugleichen und so steht die Entscheidung, dass sie weichen muss und einem Kinderpferd den Platz ebnen. Sie ist inzwischen ein umgänglichens, fleissiges und eingerittenes Pferd und es sollte nicht allzu schwer sein, ein neues Heim für sie zu finden.

2012-03-02

Danilo: Bestanden!


 Soviel Einsatz und Durchhaltevermögen wird belohnt und zwar von einer ungewöhnlich sanften Quehada.
Nach nun acht langen Jahren haben wir das Experiment Urlaub gewagt und meinen Bruder quasi ins kalte Wasser gestossen.
Unsere Herde, in Robusthaltung, läuft natürlich auch bei den Fütterungen erwartungsgemäss unsortiert durcheinander. Die einzige, die sich geduldig an ihren angestammten Platz stellt ist Robin.
Bleiben also nur noch knapp 1,5 Tonnen Futterneid, denen sich nicht jeder bewusst ist.


Danilo hat wacker durchgehalten und sich trotz Heuschnupfen und völligem "don´t know-how" sein erstes portugiesisches Hufeisen verdient. Und wie man schön auf diesen Fotos sehen kann, arbeitet er gerade am zweiten....

2012-02-27

Gerês


Im Norden Portugals leben wilde Pferde - sind wir ehrlich, nennen wir sie Ponies. Sie sind mutig, robust und zäh. Die Garranos kreuzten sich entlang der Grenzen ihrer Heimat mit den Sorraias und waren eine der Wurzeln für die Entwicklung der Pura Raza Española (PRE). Die Blutsverwandtschaft unseres El Ninho ist nicht zu leugnen. Auf unserer Rundreise hatte ich das unerwartete, aber erhoffte Glück zwei kleine Herden zu sehen.


2012-02-12

Man sollte doch eigentlich meinen, dass im winterlichen Portugal nicht wirklich viel passiert. Alles entspannt sich, erntet die Früchte des hektischen Sommers, geniesst die Ruhe vor dem nächsten Sturm. Nun sind wir nicht gerade eine Vorzeigefamilie in Bezug auf "Normalität". Man könnte annehmen, dass wir uns extra ein paar Aufregungen für die Schonzeit aufsparen.
Unser heissgeliebter Hufschmied ist mittlerweile ein "Ex...". Mit Abstand betrachtet und alle Emotionen ausser acht lassend müssen wir leider gestehen, dass er eine Null ist, was das Pferdehandling angeht. Wir haben anfänglich, gezwungenermassen einen anderen Hufschmied anrufen müssen, da unser Hufschmied einfach nicht mehr ans Telefon ging, obwohl er wusste, dass unsere Robin, nach zwischenzeitlich drei Wochen verlorenem Hufeisen, fast nicht mehr laufen konnte.
Anfänglich waren wir natürlich unsicher. Wir dachten ja unsere Pferde sind auf keinen Fall beschlagefromm. Oh grosses Wunder - gewusst wie - der neue Hufschmied beweisst uns das Gegenteil. Mit seiner unglaublich ruhigen Art, mit seiner Geduld und offensichtlichem Pferdeverstand, zeigte er uns unsere eigenen Pferde mal ganz anders. Sie sind bei ihm so entspannt, wie bei uns, wenn wir ihnen die Hufe heben. Beim letzten Beschlag schlief Isabel, die beim Erst- und Zweitbeschlag, durch den "Ex", einem Nervenzusammenbruch nahe war,  sogar ein! Es konnte uns nichts besseres passieren und für jeden, dem ein entspanntes Pferd wichtiger ist als Fliessbandabfertigung mit Nasenbremse, der entscheide sich für unseren Hufschmied! Er wird sich auch eingehend um Isabels Huf- und Fesselgelenksprobelme kümmern.
Da sind wir an einer weiteren Etappe unseres Weges durch den Winter: Isabel. Wochenlang lief alles wunderbar, kleine Hinkanfälle wurde ignoriert und legten sich schnell wieder. Wir waren sogar der Vermutung nahe, sie simuliere, um ihre Ruhe zu bekommen. Irgendwann fiel mir auf, dass sie auf ebenem Boden völlig problemlos läuft, liegt jedoch ein Stein im Weg und sie bleibt daran hängen, lahmt sie. Der Hufschmied hat eine Theorie - wir werden es testen. Ich habe die Fessel und den Fesselkopf fest bandagiert und es half sehr! Man freut sich!
Eine weitere Hürde, mit bravour gemeistert, ist eine Operation, die mich die nächsten Monate vom Reiten abhält. Mehr gibt es hierzu nicht zu sagen.
Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen. Die Spannung steigt!

2011-10-19

Nichts ist unmöglich, man muss es nur versuchen


Manchmal ist es schwer, den Augen
zu trauen
Manchmal ist es schwer, den Pferden
zu vertrauen
Ist das zu glauben: Oktober 2011, die Sonne brennt, ein leichtes Lüftchen verhindert, dass die Schweissperlen in die Augen laufen, der Himmel bezaubert mit einem umwerfenden, wolkenfreien Blau und die Pferde schnauben unter einem. Meistens zu mindest, denn manchmal muss man selber ran und zu Fuss den Naturpark bezwingen. Auch Pferde brauchen ab und zu eine Pause und da wir lange etwas von ihnen haben wollen, steigen wir nach zwei, drei Stunden gern für einen Moment ab.

Manchmal ist es schwer, die Orientierung
zu behalten
Manchmal ist es schwer, eine Pause
zu machen
Isabel hat einige Lektionen bekommen und ich freue mich, dass Carina so gut durchgegriffen hat. Isabel lernt schnell, aber dafür muss sie sich immer erst auf "Lernen" einstellen. Das hat Carina sehr standhaft durchgesetzt!
Isabel überwand zumindest für eine Weile ihre Angst vor Quehada zu laufen und trabte voran. Wenn wir fleissig üben, kann man auch sie bald mit "Gedanken" lenken ;)
Überzeugt euch selbst von ihren Fortschritten. 

2011-09-24

Alles oder nichts: Karens Adventure Riding

Ich freue mich besonders diesen Ritt mit einer Irin geteilt zu haben. Viele die mich kennen wissen, dass mein eigentliches Ziel durchaus nicht Portugal war, sondern die wunderschöne, grüne Insel im Norden der selben Zeitzone: Irland! Ich freue mich ebenfalls, dass Karen offensichtlich viel Spass hatte und auch El Ninho wiedereinmal zeigte, warum wir ihn nie hergeben würden.

 
Ich habe nach der ernüchternden Erfahrung mit dem baumlosen Sattel, welcher weder einen sicheren Sitz bot, noch qualitativ überzeugte leider auch unsere Quehada ernüchtern müssen und ihr widerwillig den schweren Portugiesen aufgelegt.
Ninho hatte seinen Junfernritt mit einem ganz neuen, simplen, aber hoffentlich qualitativ akzeptablen, englischen Sattel. Ich muss mir den Sitz noch einmal genauer anschauen, da ich nach dem Ritt, welcher unfreiwillig in einer Schnipseljagt endete und sich von 3 auf knapp 5 Stunden verlängerte, nicht viel erkennen konnte. (Wenn das Pferd nach dem Reiten unterm Sattel verschwitzt ist und trotzdem trockene Stellen aufweist, ist das ein Zeichen von Druck an besagten trockenen Stellen). Ninho war bereits fast völlig trocken, aber ich bin mir nicht sicher, doch etwas entdeckt zu haben. Wie gesagt, muss ich noch einmal genauer hinschauen.
Quehada hat mir nachts noch einen Schrecken eingejagt: sie war nass und zitterte am ganzen Leib. Nach Beobachtung gehe ich allerdings stark davon aus, dass wir mit einem Schreck davon gekommen sind und Quehada schlicht Muskelkater hat.

2011-08-25

Regen im August

Wir leben hier im heissen Südwesten Europas und diese Jahreszeit hat nicht einmal einen der ganz unteren Ränge meiner Beliebtheitsliste Portugals. Alles ist trocken und ausgedörrt. Braun. Steppe.
Die Sonne brennt und man bekommt täglich Kopfschmerzen vom Augenzukneifen. Man schwitzt und der klebrige, salzige Schweiss läuft einem in Regionen, von denen man in nördlichen Ländern noch nie gehört hat. Im Juli und August wird man von Stürmen heimgesucht und hofft jede Nacht, dass der neu gekaufte und in stundenlanger Heimwerkermanier aufgebaute Pavilon morgen auch noch stehen möge, auch wenn die Freude sich in Besagtem ein Stückchen Kuchen zu genehmigen, durch umhergewirbelte Sandkörnchen zwischen den Zähnen in Grenzen gehalten wird. Die Strassen sind überfüllt, die einzelnen Parkplätze schon nicht mehr zu erkennen und eine Durchfahrt unseres kleinen Dörfchens verlängert sich von 5 auf 20 Minuten. Den Pferden ist der Fussmarsch zwischen Futterraufe und Wasserstelle schon zu viel und ans Reiten ist nur nachts zu denken.
Rundherum: der Sommer könnte ausfallen!
Und was passiert nun? Der Sommer ist ausgefallen! Es ist Ende August und wir verwöhnen die Kinder mit einem einzigartigen: Augustregenritt...

Hat dem Spass keinen Abbruch getan, wie man unschwer erkennen kann....


2011-08-10

Hurra, Hurra, die Sättel sind da...

...und leider eine riesige Entäuschung!
Beim Auspacken der Pakete konnten wir unsere Freude kaum im Zaum halten. Der Knüller war der Baumlose Sattel für unsere Quehada (die übrigens gar nicht Quehada heisst... andere Geschichte...). Dieser Sattel wiegt in etwa das selbe, wie mein Reitkissen!
Ich hatte irgendwie schon auf eine Reaktion unserer Lusitana gehofft, aber nicht ernsthaft daran geglaubt. Ich wurde freudig überascht: Sie zitterte wieder und hopste aufgeregt von links nach rechts und als sie dann den neuen Sattel drauf bekam, stand sie tatsächlich für zwei oder drei lange Sekunden völlig starr und schaute mich ungläubig an. Sie entspannte sich ganz plötzlich und dachte wohl - na gut, heute keinen Sattel.... Sehr befriedigend!
Der Sitz ist sehr gewöhnungsbedürftig, weil sehr flexibel und für mich, sehr rutschig. Ich hatte den Gurt nicht bis zum Anschlag festgezurrt und sass eher, wie mit Seidenkissen auf einem Ledersofa. Nach dem "ganz-ganz-fest-gurten" war das aber besser. Jonas war BEGEISTERT! Nicht nur, weil er sich für sein Stütchen freute. Er testete den Sattel und fand auf den ersten "Sitz" nichts, was er auszusetzen hatte.
Bis zur grossen Ernüchterung!
Jonas testete den Sattel und nach der allerersten Stunde im Arbeitsleben unseres neuen baumlosen Sattels, sprang Quehada im Galopp, schräg von einem kleinen Abhang, Jonas belastete den entgegengesetzten Steigbügel und die Steigbügelhalterung brach! Jonas ist sehr hart gelandet und hat sich die ganze Seite aufgerissen - Arm, Schulter, Rippen, Bein.... Qualität ist etwas ganz anderes!




Kommen wir nun zum Reitkissen....
Im Grunde genommen ist es sehr bequem! Aus rutschfestem, atmungsaktivem Untermaterial und mit praktischen kleinen Taschen versehen. Es ist sicher auch angenehm für El Ninho. Was mich jedoch stört ist, dass der Gurt völlig falsch ans Kissen genäht ist. Wenn es einfach dort auf das Pferd gelegt wird, wo es eigentlich hingehört, müsste der Gurt, der ursprünglichen Nährichtung folgend VOR der Brust verschnallt werden. Verschnalle ich nun den Gurt, wie es sich gehört am Bauch, steht das Kissen hinten hoch und reicht bis über die Nieren, wobei es vorn direkt am Wiederist endet und man genau auf dem "Haltegriff" sitzt. Wenn ich also nicht viel weiter hinten sitze als üblich, habe ich vorn überhaupt keinen Platz und hinter mir könnte ich noch einen "Anhalter" mitnehmen. Ich werde mir das Rissen umnähen lassen, allerdings hätte ich auch hier mehr erwartet.




Und weiter geht es mit dem Kinderreitkissen...
Ich werde mich noch eingehender mit diesem Kissen befassen. Der erste Eindruck allerdings: es ist bretthart, unflexibel und hat keine befriedigende Passform. Wie gesagt, ich werde mich eingehender hiermit befassen. Für die Kinder ist er sehr angenehm. Sie hatten einen sehr guten Halt, die Steigbügel sassen gut und sie hatten sehr viel Spass!